Zentralamerika: Mexiko / Unseren letzten paar Tage

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Orte: Toluca, Mexiko / Zuhause, Deutschland

g e m a c h t: Unsere letzten paar Tage haben wir nun wirklich nicht viel gemacht und doch wollte ich -wenn auch etwas spät diesen Beitrag noch schreiben als Abschluss meines so langen #RunawayDiary durch Zentralamerika.

Zunächst war geplant die Ruinen der Maya Teotihuacán in der Nähe Mexiko-Citys zu besichtigen um unser Sightseeing-Programm zumindest ein bisschen einzuhalten. Wir entschieden uns nicht zuletzt wegen der langen Fahrtdauer dagegen und verbrachten unsere Zeit lieber noch in Toluca. Am Sonntag durften wir unsere ‚Gastfamilie‘ zu der Geschäftseröffnung der Tanten inklusive einem Segen vom Pfarrer (der sowohl Geschäft als auch Fabrik segnete) begleiten. Wie man es sich von mexikanischen Großfamilien vorstellt brauchten wir beim anschließenden Essen eine ewig lange Tafel. Abends ging es zu einem letzten Bier in unsere so geliebte Tromperia (eine Bar) auf ein letztes Corona mit Salz und Limette. Und schon stand doch auch schon der Montag und somit unser Flug vor der Tür. Gestopft, gedrückt und gepresst haben wir das ganze Potential unserer Rucksäcke ausgeschöpft und erfolgreich alles untergebracht. Zu unserem Glück war es eine Art nationaler Feiertag, so konnten wir alle zusammen, sogar mit dem Vater der geschäftlich die ganze Woche in Mexiko-City war, frühstücken. Unsere ‚Henkersmahlzeit‘. Ein paar ‚Erledigungen‘ Pacos später war es Zeit zum Flughafen zu fahren. Dort warteten schon die zweite Schwester mit Piloten-Freund auf uns. Mit einem traurigen und dennoch nachdrücklichen ‚Auf Wiedersehen‘ mussten wir uns nach dem kleinen Mittagessen verabschieden, doch zuvor wurde uns noch ein kleines Paket  von Paco mit Fotos und (noch mehr) Süßigkeiten in die Hand gedrückt. Ich winkte und winkte bis ich an der Reihe war durch die Kontrolle zu gehen. Beide Flüge verliefen gut; schlafen konnte ich nicht, aber wir hatten (da Condor in vier Monaten nicht ihr Entertainment der zwei Filme für Economy aktualisieren konnten) das Premium-Enterntainment gekauft. Völlig nervös, dieses mal nicht wegen des Visums oder der Passkontrolle kamen wir in München am Spätnachmittag an. Eine gefühlte Ewigkeit später entdeckten wir endlich unsere Rucksäcke auf dem Gepäckband, schulterten sie und machten uns auf den Weg in die Empfangshalle. Als ich meine Mama, die wie wild winkte und meine Cousine, mit einem riesigen Plakat in der Hand sah konnte ich mich einfach nicht zurückhalten, vielleicht war das Ankommen, das Zuhause-Sein ja doch nicht so schlimm. „Essen ist auch schon vorbereitet“, schrieb meine Mama mir noch in Mexiko ein paar Tage zuvor. In Wahrheit hatten beide Familien eine kleine Familienzusammenkunft in einem klassischen bayrischen Restaurant geplant und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd also sogar Tante und Onkel, Cousin und Omas und Opa an dem großen Tisch saßen. Eine gelungene Überraschung und für mich die perfekte Idee mich sofort zuhause zu fühlen.

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g e f ü h l t: Es fühlt sich alles so unwirklich alle. Meine ganze Realität verändert sich wieder. Palmen werden zu Tannen, Tacos zu Brezen und Fremde zu unserer Familie. Die Nacht zum Tag (wegen der Zeitverschiebung) und Highlife zu Verpflichtungen. Ich darf aber nicht jammern: Während am Flughafen einige von Schule oder Arbeit erzählten können wir uns freuen auf das was vor uns liegt. Weitere Urlaube sind schon geplant und wir haben uns viel vorgenommen. Dennoch ist da nach wie vor diese Leere, dieses Nichtverstehen wie es plötzlich -so scheint es- vorbei ist. 4 Monate und 5 Länder später sind wir zurück. Alles scheint so gleich und vertraut und ist doch anders…

g e g e s s e n: Tacos und Tacos und noch mehr Tacos. So schnell bekommen wir die ja nicht wieder… Eine der gekauften Süßigkeiten aßen wir bereits noch in unserem Zimmer in Mexiko, vielleicht schmecken sie daheim ja nicht mehr so gut wie dort.
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Ich hoffe, dass meine süße Cousine mir verzeiht, da sie die Augen zu hat. Ich habe aber leider nur dieses eine Foto vom Flughafen und dieser Moment liegt mir wirklich am Herzen.

g e w e i n t: Tränen der Trauer und des Verlusts genau so wie Krokodilstränen der Wiedersehensfreude kullerten nicht nur einmal meine Wangen hinab während unserer letzten Tage im nun so fernen Mexiko oder bei der Ankunft am Flughafen.

sp: No voy a escribir mucho en español pero quiero que decir ‚Muchas gracias‘ a todos los mexicanos y ’nuestra familia‘! Especialmente ‚muchas gracias‘ a Pacito por todo (!) y por supuesto a su hermana Jimena que fueron agradables y amigos estupendos. Espero que nos vemos pronto! – I hope this isn’t too bad after all 😉

Stay tuned, Maggy

Folge:

3 Kommentare

  1. Christina Key
    April 1, 2017 / 6:56 pm

    Ich finde das letzte Bild richtig süß – auch wenn Deine Cousine die Augen zu hat. Ihr strahlt einfach alle wahnsinnig! 🙂

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    • April 7, 2017 / 9:37 pm

      Liebe Christina, entschuldige bitte vielmals meine späte Antwort! Ich freue mich ja total über deine lieben Worte. für mich war es ein besonderer Moment.
      liebste Grüße, Maggy

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